GfK Austria Gesundheitsstudie

Guter subjektiver Gesundheitszustand bei Herr und Frau Österreicher
Wien, 28. September 2011 – 75% der Österreicher fühlen sich gesundheitlich sehr oder eher gut – und das relativ konstant über die letzten Jahre. Die Österreicher haben kaum Grund zum Jammern – verglichen mit Menschen des gleichen Alters schätzen 89% ihren Gesundheitszustand besser oder gleich gut ein. Das impliziert aber nicht, dass die Österreicher gedankenlos mit ihrer Gesundheit umgehen, denn 85% machen sich zumindest manchmal Gedanken um ihre Ge-sundheit (30% sogar viele oder sehr viele). Eine jährliche Studie der GfK befragte 2000 Österreicherinnen und Öster-reicher im Juli 2011 zu ausgewählten Gesundheits- und Vor-sorgethemen.

Männer nehmen weniger Rücksicht auf ihre Gesundheit
Geschlechtsunterschiede sind in Bezug auf das Gesundheitsempfinden geringer als erwartet. Männer und Frauen fühlen sich subjektiv gleich gesund und machen sich ähnlich viele Gedanken um ihre Gesundheit. Dennoch zeigen sich Männer im Verhalten (Lebensweise, Essen) definitiv weniger rücksichtsvoll gegenüber ihrer Gesundheit.

 
Mehr Rücksicht auf Gesundheit im Alter, aber keine übertriebene Vorsicht
Alter und Schichtzugehörigkeit haben mehr Einfluss auf das subjektive Gesundheitsempfinden als das Geschlecht. Die Österreicher sind Rea-listen, je älter man wird umso mittelmäßiger wird der Gesundheitszu-stand erlebt. Am gesundesten fühlen sich die 15 bis 39 Jährigen (84% sehr gut oder eher gut). Eine erste Relativierung erfolgt ab dem 40. Lebensjahr (71% sehr gut oder eher gut), gefolgt von einem weiteren Einschnitt ab dem 70. Lebensjahr (54% sehr gut oder eher gut). Im Vergleich mit den Gleichaltrigen scheinen die Älteren jedoch zufriede-ner, denn 66% der 70+jährigen fühlen sich gesünder als ihre Alters-genossen (im Vergleich zu etwa einem Drittel bei den unter 40 Jähri-gen). Wirklich aus der Ruhe bringen lassen sich aber auch die älteren Österreicher nicht, sie sehen möglichen Erkrankungen genauso gelassen entgegen wie die Jungen und erweisen sich ebenso wenig als übertrieben vorsichtig. Vor allem bei der Lebensweise und speziell beim Essen wird man im Alter allerdings rücksichtsvoller seinem Körper gegenüber. Je älter man wird umso deutlicher wird der Einfluss des eigenen Verhaltens auf die Gesundheit gesehen.

Untere Schichten fühlen sich gesundheitlich weniger gut
Besser situierte Österreicher beurteilen ihren Gesundheitszustand subjektiv positiver (81% sehr gut oder gut), während er bei schlechter gestellten Bevölkerungsschichten eher als mittelmäßig erlebt wird (59% sehr gut oder gut). Diese Gruppen machen sich auch etwas mehr Gedanken um ihre Gesundheit und vermuten eher gesundheitliche Störungen bei sich selbst, die eine "Generalüberholung" nötig machen. Subjektiv achten sie aber nicht weniger häufig auf gesunde Lebensweise wie gehobene Bevölkerungsschichten.
Die große Mehrheit der Österreicher sieht zumindest einen gewissen Zusammenhang zwischen Gesundheit und eigenem Verhalten. Im Vergleich der letzten 7 Jahre scheint die wahrgenommene Einflussstärke allerdings zu sinken – sah vor 2010 noch mehr als ein Drittel einen deutlichen persönlichen Anteil an der Erhaltung der eigenen Gesundheit ist es jetzt etwa ein Viertel.

Diese und viele weitere Daten zu Gesundheit, Vorsorge, Krankheit und Medikamenteneinnahme finden Sie im GfK Gesundheitskompendium 2011
Kontakt: Mag. Silvia Bauernhofer, GfK Healthcare, 01 71710 120
silvia.bauernhofer@gfk.com

Bookmark and Share