Nürnberg, 19. August 2010: Die Tatsache, dass BP das Bohrloch schließen konnte, scheint auch die Sorgen der amerikanischen Bevölkerung einzudämmen: Fragt man die Amerikaner heute danach, wie wichtig ihnen die Ölkatastrophe persönlich ist, so geben derzeit 30 Prozent "extrem wichtig" an. Damit hat sich dieser Wert im Vergleich zum Juni dieses Jahres halbiert (61 Prozent). Ebenso drastisch ging die Anzahl derer zurück, die befürchten, dass die Katastrophe die eigene Familie im nächsten Jahr beeinträchtigt: Im Juni sagten 40%, dass sie Folgen für sich und die eigene Familie fürchten, heute tun dies lediglich 21 Prozent. Kaum oder gar keine Auswirkungen in den nächsten 12 Monaten sehen 50 Prozent der Amerikaner.
Obwohl die Menschen in den USA nun wissen, welche Risiken Tiefseebohrungen mit sich bringen, sind mehr Amerikaner für das Offshore-Drilling als dagegen: 48 Prozent, also knapp die Hälfte, befürworten dieses Vorgehen, nur 36 Prozent lehnen es ab. Den amerikanischen Bürgern scheint die eigenständige Energieversorgung tendenziell wichtiger zu sein als der Umweltschutz: 52 Prozent möchten, dass die USA ihre eigenen Energiequellen betreibt, lediglich 45 Prozent denken in erster Linie an den Schutz der Umwelt.
Auch der Umgang von Präsident Obama mit der Ölkrise wird heute von mehr Menschen positiv bewertet als noch im Juni. Immerhin erhöhte sich der Zustimmungswert seitdem um 5 Prozentpunkte auf 50 Prozent. Und obwohl zwei Drittel der Amerikaner nach wie vor die Vorgehensweise von BP im Umgang mit der Katastrophe missbilligen, stieg der Anteil jener, die das Vorgehen von BP für gut befinden: Im Juni hatte BP nur 15 Prozent Befürworter, heute beträgt dieser Wert 33 Prozent.
Allerdings bleiben einige Sorgen nach wie vor in den Köpfen der Amerikaner verankert: 60 Prozent der Amerikaner geben an, dass das Disaster im Golf von Mexiko ein Thema ist, das sie beschäftigt (Juni 2010: 87 Prozent). Rund die Hälfte sorgt sich um die Wasserqualität an den Stränden am Golf von Mexiko. Ebenso viele bezweifeln, dass die Qualität der Fische und anderer Lebensmittel aus dem Meer unbeeinträchtigt bleiben.
Die aktuelle AP-GfK Studie, unterstützt vom GfK Verein, wurde vom 11. bis 16. August 2010 von GfK Roper Public Affairs & Corporate Communications in den USA durchgeführt. Für diese repräsentative Umfrage wurden 1.007 Personen ab 18 Jahren befragt.
Weitere Informationen finden Sie unter www.ap-gfkpoll.com
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