Wien, 09.03.2010 – Die Ergebnisse einer aktuellen Studie der GfK Austria unter 500 Österreichern und Österreicherinnen zeigen, dass knapp zwei Drittel der Bevölkerung über die Charakteristika eines Hybridfahrzeugs gut informiert sind. Mit 84% wissen doppelt so viele Männer wie Frauen, dass ein Hybridfahrzeug ein Auto mit einem Elektro- und einem Diesel- oder Benzinmotor ist. Rund 30% der Bevölkerung haben von dieser Technologie jedoch falsche Vorstellungen, 6% der Österreicher und Österreicherinnen können mit dem Begriff Hybridfahrzeug überhaupt nichts anfangen. Ältere wissen über diese Technologie besser Bescheid als Jüngere.
Weniger als 30% der Bevölkerung halten einen Umstieg auf Hybrid- oder Elektrofahrzeuge zur Erhaltung von Klima und Umwelt für notwendig, 10% finden die ganze Diskussion um den Klimaschutz sogar für generell übertrieben. "Das Bewusstsein für die Notwen-digkeit neuer Technologien zum Klima- und Umweltschutz ist in den Köpfen der Menschen noch nicht ausreichend verankert" so GfK-Expertin Martina Jesch. "außerdem ist die Technologie aus der Sicht vieler Konsumenten noch nicht weit genug entwickelt". Für 60% der Befragten ist noch kein ausreichendes Angebot am Markt vorhanden, 40% meinen, diese Fahrzeuge seien technisch noch nicht ausgereift. Hybrid- und Elektrofahrzeuge kommen daher für jeden dritten Österreicher höchstens für Stadtfahrten in Frage.
Der Glaube an die Zukunft der neuen Technologien ist mittelfristig aber vorhanden: Knapp die Hälfte der Österreicher und Österrei-cherinnen glaubt, dass in den nächsten 5 bis 10 Jahren viele Men-schen auf Hybrid- oder Elektrofahrzeuge umsteigen werden. Auch die Ergebnisse der Studie zeigen ein hohes Käuferpotential: So kann sich rund die Hälfte der Autofahrer und Autofahrerinnen vorstellen, ein solches Fahrzeug zu kaufen, wenn dieses gleichviel oder weniger kostet als ein herkömmliches Fahrzeug. Knapp 20% wären sogar bereit, mehr dafür zu bezahlen.
Wichtige Voraussetzungen für den Kauf eines Hybrid- oder Elektro-fahrzeugs sind preislich attraktivere Modelle (73%), ein flächende-ckendes Versorgungsnetz an Ladestationen (71%) und insgesamt eine größere Auswahl an Modellen mit dieser Antriebsart (57%). Lediglich 10% der Bevölkerung lehnen derartige Fahrzeuge generell ab. "Die Ergebnisse zeigen, dass durchaus Potential vorhanden ist", so Martina Jesch. "Jetzt liegt es an den Herstellern und an den Verantwortlichen aus der Politik, entsprechende Angebote und Voraussetzungen zu schaffen".
Mag. (FH) Martina Jesch
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