Das Internet ist für die Deutschen zu einem beliebten Shopping-Platz ge-worden und bleibt der Vertriebskanal mit der höchsten Wachstumsdynamik. Entgegen dem allgemeinen Konsumtrend bei Non-Food-Produkten konnte der E-Commerce-Umsatz in diesem Bereich im Jahr 2009 erneut deutlich gesteigert werden.
Dabei ist jedoch auch am Handel im Internet die Wirtschaftskrise nicht spurlos vorübergegangen. Lag die Zuwachsrate im Vorjahr noch bei plus 19 Prozent, so entwickelte sich das Online-Geschäft in den ersten drei Quartalen mit plus 12 Prozent eher moderat. Im vierten Quartal 2009 fand es aber mit plus 19 Prozent wieder zu alter Stärke zurück.
Die positive Entwicklung ist in erster Linie darauf zurückzuführen, dass die Verbraucher mehr Geld im Netz ausgeben. Im Durchschnitt stiegen die Ausgaben um 10 Prozent auf 506 Euro pro Käufer. Die Einkaufshäufigkeit blieb mit 9,4 Einkäufen pro Jahr konstant.
Die einzelnen Sortimentsbereiche entwickelten sich jedoch deutlich unter-schiedlich. So hat sich der Bereich Hartwaren, dazu zählen Möbel, Heimwerkerartikel, Spielwaren, Bücher, Haushaltswaren und ähnliches, mit einem Plus von 11,5 Prozent sowie der Bereich Technik mit plus 12,3 Prozent nur noch unterproportional entwickelt. Mode konnte dagegen mit einem Plus von 24,5 Prozent deutlich zulegen.
Mit dem WebScope-Panel misst die GfK Panel Services Deutschland seit 2001 kontinuierlich alle Einkäufe von Waren im Internet. Neben dem Erwerb von Neuprodukten werden auch Auktions- und Tauschbörsen mit Gebrauchsgütern beobachtet. Basis ist eine repräsentative Stichprobe von 10.000 deutschen Internetnutzern ab 14 Jahren. Zu den Panel-Mitgliedern dieser Stichprobe existieren umfangreiche soziodemographische Informationen.
Martin Kaldik
Tel: +49 911 395-3949
mar-tin.kaldik@gfk.com