Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die GfK nach vorläufigen Zahlen einen Umsatz von 1.164 Millionen Euro und erreichte damit ihre Prognose. Nach Be-rücksichtigung von Akquisitionen und Währungseinflüssen ging der Umsatz im Geschäftsjahr 2009 insgesamt um 4,6 Prozent zurück. Akquisitionen erhöhten den Umsatz um 2,0 Prozent, während Währungseinflüsse den Umsatz leicht um 0,6 Prozent reduzierten. Der organische Umsatzrückgang belief sich auf 6,0 Prozent. Im Vergleich zu den ersten neun Monaten 2009, in denen der Rückgang noch bei insgesamt 7,3 Prozent gelegen hatte, konnte wiederum eine Verbesserung erzielt werden. Das angepasste operative Ergebnis erreichte im Berichtszeitraum 147 Millionen Euro (Vorjahr 158,7 Millionen Euro). Insbesondere im vierten Quartal generierte die GfK eine deutliche Steigerung des angepassten operativen Ergebnisses. Die Marge des Gesamtjahres lag bei erfreulichen 12,6 Prozent nach 10,7 Prozent in den ersten neun Monaten des Jahres 2009. Damit übertrifft die GfK ihre Prognose. Die Gesellschaft war von einer Marge im niedrigen zweistelligen Bereich ausgegangen, liegt aber für das Gesamtjahr deutlich über dem Neunmonatswert und nahe der Vorjahresmarge (13,0 Prozent).
Alle drei Sektoren der GfK steigerten ihren Umsatz, ihr angepasstes operati-ves Ergebnis sowie ihre Marge im vierten Quartal 2009 im Vergleich zum dritten Quartal deutlich. Insbesondere der Sektor Custom Research konnte trotz des nach wie vor schwierigen Marktumfelds seine positive Geschäfts-entwicklung der Vorquartale fortsetzen. Der Sektor Retail and Technology erreichte im Geschäftsjahr 2009 ein organisches Umsatzwachstum von
4,3 Prozent auf 326 Millionen Euro und verbesserte seine Marge im Vergleich zum Vorjahr von 27,2 Prozent auf 29,4 Prozent. Der Sektor Media erzielte eine robuste Umsatzentwicklung und konnte im vierten Quartal beim angepassten operativen Ergebnis zulegen.
In den Wachstumsregionen Lateinamerika sowie Asien und Pazifik realisierte die GfK einen starken organischen Umsatzanstieg und baute ihre Markt-position weiter aus. In den Regionen Deutschland, Westeuropa/Mittlerer Osten/Afrika sowie Nordamerika konnte die GfK die Erholungstendenz des dritten Quartals fortschreiben und den Rückgang des organischen Umsatzes weiter reduzieren.
Mit Blick auf das angepasste operative Ergebnis (im Folgenden: Ergebnis) profitierte die GfK im Geschäftsjahr 2009 von dem bereits im Jahr 2008 eingeleiteten Fitness- und Effizienzprogramm BISS sowie von den ergriffenen Kostensenkungsmaßnahmen. Darüber hinaus erzielte der Sektor Retail and Technology eine sehr erfreuliche Geschäftsentwicklung.
Das Ergebnis erreichte 147 Millionen Euro, nach 158,7 Millionen Euro im Vorjahr. Hatte der organische Ergebnisrückgang in den ersten neun Monaten 2009 noch 17,6 Prozent betragen, ging das Ergebnis im Gesamtjahr nur noch um 10,2 Prozent organisch zurück. Akquisitionen erhöhten das Ergebnis um 3,2 Prozent. Negative Wechselkurseffekte schmälerten das Ergebnis gering-fügig um 0,4 Prozent.
Wie ihre Wettbewerber verwendet die GfK Gruppe das angepasste operative Ergebnis als Steuerungskennzahl für ihre Unternehmensentwicklung. Es wird ermittelt, indem Aufwendungen und Erträge, die die Beurteilung der operativen Ertragskraft der Unternehmenssektoren und des Konzerns er-schweren, aus dem operativen Ergebnis eliminiert werden. Diese Aufwen-dungen und Erträge, die als hervorgehobene Posten bezeichnet werden, betrugen im Berichtszeitraum insgesamt minus 58 Millionen Euro (Vorjahr: minus 29,8 Millionen Euro).
Für das Fitness- und Effizienzprogramm BISS sind im Berichtszeitraum Auf-wendungen in Höhe von insgesamt 16 Millionen Euro (Vorjahr: 5,8 Millionen Euro) entstanden.
Die Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven aus der Kaufpreisallo-kation (PPA) betrugen 28 Millionen Euro im Vergleich zu 24,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hierbei handelt es sich um die Summe aus planmäßi-gen Abschreibungen in Höhe von 16 Millionen Euro (Vorjahr: 14,8 Millionen Euro) und dem Saldo aus Impairments und Wertaufholungen in Höhe von 12 Millionen Euro (Vorjahr: 9,3 Millionen Euro).
Die Personalaufwendungen aus aktienbasierten Vergütungssystemen und langfristigen Prämiensystemen beliefen sich auf minus 3 Millionen Euro (Vorjahr: plus 1,0 Millionen Euro).
Der Saldo aus den verbleibenden sonstigen betrieblichen Erträgen und den verbleibenden sonstigen betrieblichen Aufwendungen belief sich im Be-richtszeitraum auf minus 11 Millionen Euro (Vorjahr: minus 2,1 Millionen Euro). Im Wesentlichen entfällt dieser Betrag auf Aufwendungen aus Wäh-rungsdifferenzen in Höhe von 5 Millionen Euro. Enthalten sind außerdem Abfindungszahlungen für ausgeschiedene Mitarbeiter in Höhe von 4 Millionen Euro. Daneben entrichtete die GfK Steuernachzahlungen von 2 Millionen Euro. Diese wurden notwendig, da Sachprämien für Umfrageteilnehmer der Umsatzsteuer unterworfen wurden.
Im Geschäftsjahr 2009 erreichte das operative Ergebnis 89 Millionen Euro, nach 128,9 Millionen Euro im Vorjahr.
Das Beteiligungsergebnis des Geschäftsjahrs 2009 betrug 4 Millionen Euro (Vorjahr: 3,9 Millionen Euro).
Zum Ende des Geschäftsjahres 2009 belief sich das EBIT auf 93 Millionen Euro (Vorjahr: 132,8 Millionen Euro).
Die GfK legte in der Vergangenheit stets Wert auf eine ergebnisorientierte Dividendenausschüttung. Um die Aktionäre in angemessener Höhe an den erwirtschafteten Ergebnissen zu beteiligen, werden Aufsichtsrat und Vorstand der GfK SE anlässlich der Hauptversammlung am 19. Mai 2010 für das Ge-schäftsjahr 2009 eine Dividende in Höhe von 0,30 Euro je Stückaktie vorschlagen (2008: 0,46 Euro). Damit wird wie in den Vorjahren eine Aus-schüttungsquote von zirka 20 Prozent des Konzernergebnisses fortgesetzt. Dieser Vorschlag entspricht einer Dividendenrendite von 1,6 Prozent ge-rechnet auf den Durchschnittskurs der GfK-Aktie im Jahr 2009 von 18,93 Euro. Bezogen auf die am 31. Dezember 2009 insgesamt 35.947.363 dividendenberechtigten Aktien ergibt sich eine Ausschüttungssumme von 10,8 Millionen Euro (Vorjahr: 16,5 Millionen Euro).
Trotz des im Geschäftsjahr 2009 vorherrschenden schwierigen Marktumfelds konnten alle drei Sektoren der GfK ihre Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Laufe des Jahres verbessern. Besonders zufriedenstellend entwickelte sich der Sektor Retail and Technology, der ein erfreuliches organisches Umsatzwachstum erzielte und die Marge nochmals steigerte.
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