Wien, 22.12.2009 - 36 Prozent der Österreicher und Österreicherinnen rechnen im Dezember mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Situation im nächsten Jahr, 28 Prozent vermuten ein Gleichbleiben. Seit dem Frühjahr hat sich der Anteil der Optimisten von 18 Prozent auf 36 Prozent verdoppelt, jener der Pessimisten von 60 Prozent auf 28 Pro-zent mehr als halbiert. Allerdings befürchten 73 Prozent einen weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit (in der ersten Jahreshälfte 2009 befürchteten noch 80 Prozent der Befragten einen Anstieg der Arbeitslosigkeit).
Die Ergebnisse des von GfK Austria im Auftrag der Wirtschaftskammer Österreich durchgeführten "Krisenmonitors" zeigen zudem, dass 38 Prozent mit einem Ende der Wirtschaftskrise innerhalb der nächsten 12 Monate rechnen, ein knappes Viertel (23%) vermutet eine Dauer von ein bis anderthalb Jahren und ein Drittel (34%) meint, die Krise werde noch länger anhalten.
Sechs von zehn Befragten beurteilen die Maßnahmen der österreichischen Bundesregierung zur Krisenbewältigung im Großen und Ganzen für richtig, 37 Prozent für falsch (keine Angabe 4%). 30 Prozent bescheinigen der Wirtschaftskammer, einen sehr großen oder großen Beitrag zur Bewältigung der Krise geleistet zu haben (im Frühjahr nur 19%). Die Wirtschaftskammer gilt damit als die nach der Bundesre-gierung kompetenteste wirtschaftspolitische Institution – vor den Sozialpartnern in ihrer Gesamtheit und vor der Arbeiterkammer, dem Gewerkschaftsbund und der Industriellenvereinigung.
Univ. Doz. Dr. Peter A. Ulram
Politikforschung
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